Neumünster, 22.08.2016, von Fabian Weß u. Samira Kraus ()

BuJuLa 2016? Ein voller Erfolg!

Auch in diesem Jahr ging es wieder auf das Bundesjugendlager, wo Jugendgruppen aus ganz Deutschland zusammenkommen.

Man kann es schon fast als 2:1 Betreuung titulieren, da bald mehr Betreuer und Fahrer mit auf das Bundesjugendlager gefahren sind, als Jugendliche. Insgesamt waren es 11 Leute, davon 4 Jugendliche. Schon am Dienstagabend hat sich die Jugendgruppe getroffen, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Es wurden letzte Gegenstände gereinigt, Getränke verladen und natürlich die Fahrzeuge im Allgemeinen beladen. Schon am Abend war die Stimmung sehr positiv. Alle schienen sich auf die bevorstehende Lagerwoche zu freuen. Nachdem alle Fahrzeuge beladen wurden, gab es noch ein gemeinsames Essen und danach war Bettruhe angesagt. Die Abfahrtszeit war schließlich auf 4 Uhr morgens festgelegt. Verschlafen, aber pünktlich haben die Jugendlichen und ihre Betreuer den Hof des Ortsverbandes verlassen und sind Richtung Norden gestartet. Nach vielen Stunden Fahrzeit wurde der Meldekopf des Bundesjugendlagers erreicht. Man hat ihn schon von weitem sehen können, da auf dem ganzen Parkplatz THW-Fahrzeuge zu sehen waren. Nach dem OV Neuhof kamen noch viele andere auf dem Parkplatz gefahren und es war interessant zu sehen, welche Fahrzeuge für das Lager entbehrt werden konnten. Von MTW über IKW bis hin zu MzKW oder MLW war alles vorhanden. Nach der Anmeldung ging es in der Kolonne zum Lagergelände. Dort wurde die Jugendgruppe Neuhof angemeldet und registriert und man konnte schon auf das Gelände. Auf den beiden Parzellen ging alles ruckzuck und in kürzester Zeit standen beide Zelte und die Fahrzeuge konnten den Platz schon wieder verlassen. Das Wetter hat die Junghelfer von Neuhof angetrieben – sie wollten schließlich nicht komplett durchnässt auf dem Platz ihre Runden drehen. Obwohl es genieselt hatte, war die Stimmung nach wie vor sehr gut. Nachdem alles aufgebaut war, machten sich die Jugendlichen auf den Weg das Gelände um die Holstenhallen zu erkunden. Es wurden Toiletten und Duschen geortet und auch die Verpflegungshalle und –ausgabe. Diese Orte wurden alle auf der Lagekarte aus dem Schwanen-Courier – der Lagerzeitung – verzeichnet. Somit hatte jeder die Möglichkeit ohne Probleme und verlaufen zu dem Ort zu kommen, wo er hin wollte. Nach solch einem anstrengenden Tag wollten alle nur noch ins Bett und die Nacht begann für den OV Neuhof schon früh.

Nach einem ausgewogenen Frühstück am nächsten Morgen machte sich die Jugendgruppe Neuhof auf den Weg nach Hamburg – dem „Tor zur Welt“. Ursprünglich war angedacht das Miniaturwunderland zu besichtigen, allerdings mussten die Betreuer flexibel handeln und etwas anderes suchen, da sich die Wartezeit im Miniaturwunderland als zu lang offenbarte. Der Jugendleiter David Wehner kennt Hamburg wie seine Westentasche und organisierte spontan eine Fahrt mit dem Wassertaxi auf der Elbe und zeigte den Jugendlichen und Betreuern von Neuhof einen Teil von Hamburg. Auch der alte Elbtunnel stand auf dem Programm. Für viele war es etwas völlig neues „unter dem Wasser“ zu laufen. Leider zu schnell verging die Zeit und die „Heimfahrt“ zum Lagergelände wurde angetreten. Dort wurden noch einige Besorgungen für die nächsten Tage getroffen und es wurden alte Bekannte aufgesucht. Somit wurde es nicht langweilig und die Jugendlichen hatten bis spät abends eine Beschäftigung.

Für den Freitag stand eine weitere lange Fahrt auf dem Plan. Es ging nach Laboe zum Marineehrenmal und dem U-Boot U995, sowie einen Besuch am Stand von Laboe. Schon von weitem konnte man den Turm des Ehrenmales sehen und es wurde gemutmaßt, was der Turm sein könnte. Zunächst wurde aber das U-Boot von außen und von innen besichtigt. Hier konnte man sagen, dass es nicht darauf ankommt, was man von außen sieht. Das riesige U-Boot hatte im inneren nicht viel mehr Platz, als dass eine (!) Person im Gang laufen konnte. Verschiedene Schilder berichteten davon, was in den bestimmten Räumen zu sehen war und was mit den diversen Instrumenten gemacht wurde. Da nicht alle Hebel und Schalter fixiert wurden, konnte man noch einiges bewegen und die Jugendlichen konnten herausfinden, welcher Hebel oder welches Rad für welche Funktion zuständig war. Im vorderen Teil war die Torpedokammer und die Ausmaße der Waffen wurden sichtbar. Dort war auch schon der Ausgang sichtbar und nach einem Abschlussfoto sind die Jugendlichen zusammen mit den Betreuern weiter zum Marineehrenmal gelaufen. Ab dem Punkt wussten die Jugendlichen, dass der hohe Turm dieses Ehrenmal ist. Ganze 341 Stufen musste man bewältigen, bis man auf die Spitze des Turmes gelangt und von dort aus ganz Laboe erblicken konnte. Man hat den Hafen erkennen können und die Schiffe die dort ein- und auslaufen beobachtet. Nach einer kurzen Rast ging es in die Gedenkstätte der gefallenen Seeleute und zu einer „kleinen“ Modellbootausstellung. Im Anschluss konnten die Jugendlichen es kaum erwarten, an den Strand zu gehen und sich im Wasser abzukühlen. Wieder im Lager angekommen wurde der Grill angeschmissen und der Abend wurde gemeinsam vor dem Feuer ausklingen lassen.

Samstag hatten die Junghelfer des OV Neuhof ein straffes Programm. 4 Jugendliche machten am Sonntag das Leistungsabzeichen in Bronze und dafür musste natürlich noch geübt werden, dass die Prüfung mehr als Perfekt ablief. Zusammen mit Jugendleiter David Wehner wurden die letzten Feinschliffe der Themen durchgegangen und geübt. Sonntag war es dann soweit: das Leistungsabzeichen in Bronze. Auf einem Schulgelände in nahezu direkter Nähe wurden die Prüflinge der Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold geprüft. Abends wurde der Erfolg gemeinsam gefeiert und man redete noch bis spät in die Nacht. Es war aber zu erkennen, dass die Hälfte der Lagerzeit schon erreicht war. Man war mehr als nur ein bunter Haufen von Menschen. Es war ein Einklang zwischen den Junghelfern und Betreuern, wie man ihn nicht oft sieht.

Der eigentlich verhasste Montag stellte sich als actionreicher Tag heraus. Das Ziel des Ausflugs war der Hochseilgarten „Feinklettern“ in der Nähe von Neumünster. In unterschiedlichen Parcours und auf unterschiedlichen Höhen mussten Hindernisse überwunden werden, um von Plattform zu Plattform zu gelangen. Nach einer kurzen Einführung durch die Leitung des Kletterwaldes starteten alle auch schon mit der Kletterei. Es war fast schon Akrobatik, wie alle die Parcours ohne Probleme meisterten. Es gab einfache und schwierigere Strecken. Trotzdem erreichten alle das Ziel und das Ende des Kletterwaldes war sichtbar. Wieder war es ein Turm, der alle zum Staunen gebracht hat. Dieses Mal ging es weniger um die Aussicht. Am Turm waren Stahlseile befestigt, die als Seilbahn dienten. Somit war die Seilbahn der Abschluss des Tages. Auf 160 Metern Stahlseil kann man beachtliche Geschwindigkeiten erreichen. Dies schreckte aber keinen der Kletteraffen ab. Man konnte schon von weitem die Freudenschreie und auch den Adrenalinkick der Teilnehmer hören. Obwohl es für den ein oder anderen mehr relativ anstrengend war, hat es allen sehr viel Spaß bereitet. Da kann man auch beruhigt die Anstrengung ausblenden.

Nach der Anstrengung am Montag haben die Betreuer einen entspannten Tag in der Therme organisiert, in der man neben Rutschen und einem Schwimmerbecken und in den Whirlpools und heißen Außenbecken ganz gut entspannen und runterfahren konnte. Somit war es ein schöner Ausklang des Tages und leider auch des kompletten Bundesjugendlagers. Nach der Wiederkunft am Zeltgelände wurde schon ein Großteil der Sachen verladen, die nicht mehr gebraucht wurden. Grund dazu war, dass es am nächsten Morgen schon vor dem Frühstück mit dem Abbau der Feldbetten und Zelte losging, sodass die Heimfahrt Richtung Neuhof direkt im Anschluss an das Frühstück erfolgen konnte. Der Abschied von den anderen war trotzdem noch möglich. Alle haben sich von Bekannten und Freunden verabschiedet und die Heimfahrt wurde angetreten. Mit dem Lied „Time to Say Goodbye“ haben die zwei Fahrzeuge des OV Neuhof das Lagergelände verlassen und haben sich auf eine lange Fahrt nach Hessen begeben.

Im OV angekommen wurden dann die Zelte zum trocknen aufgestellt und die ganzen Sachen wieder an Ort und Stelle zurückgebracht. Alle sind gespannt, wie es in den nächsten Jahren wird, da die  Abstände zwischen den verschiedenen Lagern sich ändern sollen. Somit bleibt es spannend, wo es im nächsten Jahr hingeht. Trotzdem freuen sich die Jugendlichen und auch die Betreuer auf das nächste Landes- oder Bundesjugendlager und dessen Vielseitigkeit.


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