07.05.2009

Nächtliche Kranaktion: tonnenschwere Elemente für neue Fußgängerbrücke

Die Zollwegbrücke in der Kaligemeinde Neuhof im südlichen Landkreis Fulda war in der vergangenen Nacht taghell erleuchtet. Schon von Dorfborn aus Richtung Fulda kommend kündete das Licht des riesigen Lichtmastes des Technischen Hilfswerks (THW) Neuhof von etwas ganz Großem. Wer sich vor Ort nicht selbst ein Bild von den Bauarbeiten machte, wusste überhaupt nicht, was sich in der vergangenen Nacht zum 2. Mai in Neuhofs größtem Baustellenbereich abspielte.

23:40 Uhr – der letzte Zug fährt für die nächsten zwei Stunden durch den Bahnhofsbereich. Das THW, die Bau- und Kranfirma stehen in den Startlöchern um das Projekt „provisorischer Fußgängerüberweg“ anzugehen. Nach Angaben der Behörden wird am 30. Juni – also in knapp 60 Tagen – die Zollwegbrücke, die einzige Verbindungsbrücke zwischen dem Neuhofer Ortskern und dem Ortsteil Opperz, abgerissen. Erst im Oktober 2010 soll die „neue“ Zollwegbrücke dann wieder für den Verkehr und die Fußgänger freigegeben werden. Um während des mehr als einjährigen Zeitraumes zumindest eine schmale Verbindung besteht, wird in dieser Nacht der provisorische Fußgängerüberweg aus Holz "eingehoben". Drei Teile mit jeweils einem Gewicht von etwa 13 Tonnen bilden die Holzbrücke, die zunächst direkt über die Bahnstrecke Fulda-Frankfurt am Main führt. Es ist nur die Hälfte, denn der "Weiterbau" über die Bundesstraße 40 soll in den nächsten Wochen erfolgen. Ab Mitternacht hebt dann der 200 Tonnen Kran eines Fuldaer Unternehmens ein Teil nach dem anderen auf bereits stehende Betonpfeiler. Die Brückenhälfte wächst und wächst, während gleichzeitig Spezialisten den Überbau an den Pfeilern efestigen. Während den Arbeiten über dem Gleisbereich ist die ICE-Strecke voll gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet. Ab 01:45 Uhr wird die Bahnstrecke wieder einseitig freigegeben. An diesem nächtlichen Einsatz sind rund 25 Bauleute und Hilfskräfte von der Baufirma, der Deutschen Bahn und dem THW beteiligt. Einiger Neuhofer Bürgerinnen und Bürger ließen sich diesen spektakulären und auch „historischen“ rückeneinhub nicht entgehen und machten zahlreiche Fotos. Sicherlich wären noch mehr Bürger gekommen, wäre die Bevölkerung über diesen Termin informiert gewesen.


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