mengers, 10.10.2008

Unterstützung des Veterinäramtes bei Not-Tötungen von 200 Schweinen

Die Ortsverbände des Technischen Hilfswerks aus Hünfeld, Fulda und Neuhof unterstützten am 09.10.2008 das Veterinäramt bei Not-Tötungen von ca. 200 verwahrlosten Schweinen.   Aufgaben des THW waren die Stromversorgung, Beleuchtung des Stalls und Bergung der toten Schweine. Mit Hilfe des Radladers wurden die Kadaver in einen Container geschafft, der anschließend zur Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht wurde.

Desolate Zustände auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Eiterfelder Ortsteil Mengers (Kreis Fulda) haben die zuständige Aufsichtsbehörde auf den Plan gerufen und zu einer sogenannten Not-Tötung gezwungen: seit heute Morgen um sieben Uhr sind Mitarbeiter des Veterinäramtes dabei, 250 Schweine zu töten und abzutransportieren. Die Tiere werden von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks Fulda, Neuhof und Hünfeld in Containern zur Tierkörperbeseitigungsanlage Hopfgarten in Schwalmtal/Vogelsberg gebracht. Nach Auskunft des zuständigen Leiters des Gesundheitsamts Dr. Stefan Kortüm sind bei einem verendeten Rind Salmonellen nachgewiesen worden. Der ebenfalls verwahrloste Rinderbestand von 27 Tieren war bereits vor zwei Wochen vom Hof geholt und zum Teil noch verkauft worden.

Die Schweine seien von dem offenbar überforderten Halterehepaar nicht artgerecht gehalten, gepflegt und ernährt worden, erklärte Kortüm die Notwendigkeit der Notschlachtung. Trotz mehrfacher Gespräche in den vergangenen Monaten habe sich an der mangelhaften Haltung nichts geändert, so dass die Behörde zur Zwangsmaßnahme keine Alternative gehabt habe. "Die Tiere waren in einem schlechten Zustand und wir hatten keine andere Möglichkeit", sagte Kortüm. 

Eine Gefahr für die Menschen und benachbarten Höfe bestehe nicht, betonte Kortüm gegenüber "osthessen-news.de". Die schwere Arbeit auf dem Hof am Ortsrand belasten die Einsatzkräfte von Veterinäramt und Technischem Hilfswerk. Tierschutz und artgerechte Tierhaltung seien Aufgaben des Amtes und nicht die Massentötung auf einem landwirtschaftlichen Hof, betonte Kortüm. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am Nachmittag abgeschlossen werden. Die Behörde wolle sich auch um das Ehepaar kümmern und Ihnen Hilfe anbieten, erklärte Kortüm. Jedoch musste für die Hof ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen werden.


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